Völlig losgelöst [y] – die kabellosen DECT-Telefone
Sie sind in immer mehr Haushalten: DECT-Telefone mit Basisstation sind sehr beliebt. Ihr Erfolg beruht vor allem auf dem, was sie ausmacht. Denn sie sind nüchtern betrachtet quasi Handys für das heimische Festnetz.
Vorbei die Zeit, als man noch stur auf dem Stuhl sitzen bleiben musste, weil das Kabel des Telefonhörers nur so kurz war. Willkommen Flexibilität!
Was ist DECT?
DECT steht für „Digital Enhanced Cordless Telecommunications“ und ist seit 1993 der internationale Standard für kabellose Telefone am Festnetz. Vor 1993 gab es diverse andere Technologien und dementsprechend auch etliche Störungen der verschiedenen Funkfrequenzen untereinander. Das Chaos war perfekt, vor allem, wenn der liebe Nachbar ein inkompatibles Gerät besaß, denn die Reichweite dieser Geräte betrug einige Dutzend Meter.
DECT besitzt einen Zellradius von etwa 30 bis 50 Metern, im Freien sind bis zu 300 Meter möglich. Doch wer benutzt sein Festnetztelefon schon im Freien?
Wie ist das mit der Strahlung? Ist diese gefährlich oder nicht?
Ganz klar: Jein!
Die Strahlung eines Mobilteils ist während eines Gespräches am größten. Zu lange Gespräche sollten vermieden oder dazu die Lautsprecherfunktion genutzt werden, da das Mobilteil mit der Zeit relativ große Wärme ausstrahlt. Gesundheitliche Schäden durch die elektromagnetische Strahlung wurden bisher noch keine festgestellt. Jedenfalls wird der Betrieb des ECO-Mode empfohlen, wie er in vielen Geräten implementiert ist. Dieser bewirkt bei den meisten Herstellern eine reduzierte Sendeleistung und damit auch eine reduzierte Strahlung. Ganz nebenbei spart man damit sogar Strom und dadurch Geld. Allerdings ist die Reichweite des Mobilteils dann nicht mehr so hoch.
Meine Erfahrungen mit DECT-Telefonen
Ich selbst besitze und benutze ein DECT-Telefon mit Basisstation der Deutschen Telekom, das „Sinus A 103“.
Dieses ist sehr einfach bedienbar, individuell konfigurierbar, besitzt einen eigenen, selbst einstell- und programmierbaren Anrufbeantworter sowie ein Telefonbuch, Anruflisten, Wahlwiederholungen, SMS-Service (Textnachrichten schreiben und empfangen) und die Gesprächsdaueranzeige.
Im Folgenden sind noch weitere Vorteile aufgelistet: es kann zwischen 5 verschiedenen Klingelmelodien gewählt werden. Das Telefonbuch kann bis zu 100 Einträge umfassen. Zudem kann die Anruferliste 20 Einträge speichern (die ältesten Einträge werden dabei überschrieben). Die Tonruf-Lautstärke ist getrennt einstellbar (z. B. Mobilteil 1 im Wohnzimmer klingelt lauter als Mobilteil 2 im Schlafzimmer). Die Geräte verfügen außerdem über einen ECO-Modus und die Sendeleistung wird während des Gesprächs, je nach Abstand zur Basisstation, automatisch angepasst.
Man kann seine Rufnummer unterdrücken lassen, sie wird dann dem Angerufenen nicht angezeigt.
Die Hörerlautstärke (auch bei Verwendung des Lautsprechers) ist individuell einstellbar.
Als Nachteil fällt mir nur eines ein: Die Lebensdauer der Akkus im Mobilteil. Diese können schon nach wenigen Jahren sehr an Leistung verloren haben. Ein längeres Gespräch von einigen Stunden ist dann nicht mehr möglich, da der Akku nach wenigen Stunden schon leer sein wird. Selbst wenn er vor diesem Gespräch zu 100 Prozent geladen war. Abhilfe schafft hier auf Dauer nur der Austausch des Akkus in Abständen von einigen Jahren.
Fazit [y]: Dect Telefon mit Basisstation
Das Zeitalter funktionsarmer und öder Schnurtelefone ist längst vorbei. Die sehr praktischen, sicheren und auch günstigen DECT-Telefone sind ihren Preis wert und wer sich mal eines zugelegt hat, der möchte es nicht mehr hergeben.
Ich für meinen Teil kann sie nur empfehlen und werde mir vermutlich bald ein DECT-Telefon mit Basisstation kaufen, das noch mehr Funktionen als mein jetziges bietet und mir meinen Alltag noch mehr erleichtert und vereinfacht.